Alex Honnold
Informationen
| Name: | Alex Honnold |
|---|---|
| Geburtstag: | 17.08.1985 |
| Sport: | Klettern |
"Turning back is always an option!" (Alex Honnold)
Alex Honnold kommt aus Sacramento in Kalifornien, hat im Alter von 11 Jahren mit der Kletterei angefangen und machte bereits in jungen Jahren sämtliche Kletterhallen in seiner Umgebung unsicher. Mit 18 verließ er das College um sich voll und ganz dem Sport zu widmen. Jetzt vor allem draußen!
Er mag jede Art von Kletterei. Lange und schwierige Routen genauso wie das Sportklettern. Doch am allerliebsten klettert er auf Zeit. Im Moment fühlt er sich an den Wänden im Yosemite Valley noch pudelwohl doch er schließt nicht aus, irgendwann einmal als Höhenbergsteiger die ganz großen Berge in Angriff zu nehmen.
Wie bereitest Du Dich mental auf Deine Solos vor? Kann man einfach mittendrin umdrehen...
Umdrehen ist immer eine Option. Sogar an Big Walls wie Half Dome und Moonlight Buttress könnte ich auf einem Absatz sitzen bleiben bis jemand käme um mich abzuholen. Oder ich könnte den größten Teil der Route wieder nach unten klettern. Aber ja, die mentale Vorbereitung ist der Schlüssel. Ich klettere die Route vorher einige Male mit Seil, damit ich weiß, dass ich sie klettern kann. Aber dann kommt der Punkt, an dem ich mich dazu entschließen muss, diese Route solo zu klettern. Wenn ich mir sicher bin, dass ich das wirklich will, dann muss ich meine Gedanken nur unter Kontrolle behalten, wenn ich klettere.
Hast Du Dich schon jemals ernsthaft verletzt?
Nein. Ich habe mir nur einmal in der Turnhalle das Handgelenk gebrochen. Aber das war keine große Sache.
Was hältst du von den europäischen Kletterspots? Vom Elbsandsteingebirge zum Beispiel?
Das Klettern in Deutschland und Tschechien war einzigartig. Es war eine krasse Erfahrung ohne Chalk zu klettern und nicht zu wissen, wo die einzelnen Routen hinführten und wie schwer sie waren! Ich würde nicht immer dort klettern wollen, weil es ziemlich stressig war. Aber es war eine tolle Erfahrung. Ich bin froh dort gewesen zu sein und diesen Style mal ausprobiert habe. In gewisser Weise hat mich der Trip auch an meine Grit-Stone-Klettereien in England erinnert – auch ziemlich stressig und ein bisschen beängstigend, aber auf jeden Fall eine gute Möglichkeit meine Kletterfähigkeiten auszuweiten. Es ist immer gut neue Kletterspots zu besuchen und neuen Fels auszuprobieren.
Ist Klettern das Wichtigste in deinem Leben?
Ich glaube, ja. Auch wenn es ziemlich peinlich ist, das zu sagen: Ja.
Du willst mit Ueli Steck den Speedrekord an der „Nose“ brechen. Wie ist es dazu gekommen?
Eigentlich haben wir uns vorher nie getroffen, bevor er ins Yosemite Valley kam um die „Nose“ mit mir zu klettern. Die Jungs von „Sender Films“ hatten die Idee und haben den Kontakt hergestellt. Wir haben dann ein bisschen hin- und hergemailt und uns dann für dieses Projekt entschieden.
Wäre es für Dich auch interessant, auch einmal die Eiger Nordwand zu durchsteigen?
Ich würde die Route schon gerne einmal klettern, ganz einfach weil sie so eine große Tradition hat. Ich bezweifle, ob ich sie jemals solo klettern werde und bestimmt nicht so schnell! Wenn ich etwas älter bin werde ich vielleicht mit dem alpinen Klettern anfangen. Ich würde wahnsinnig gern größere Wände klettern.







