Alexander Huber

Informationen

Name: Alexander Huber
Geburtstag: 30.12.1968
Sport: Klettern

„Heutzutage ist es für einen Bergsteiger nicht ausreichend, nur klettertechnisch perfekt zu sein. Man braucht genauso einen wachen Verstand, der dieses Können auf interessante Ziele projiziert, und es gibt nicht allzu viele Alpinisten, die sich dabei durch besondere Kreativität auszeichnen“ (Alexander Huber)

 

Man sagt Alexander Huber nach, er sei der rationalere der beiden Brüder, ein analytischer Planer mit phänomenaler Geduld. Dafür spricht auch das Physikstudium, das er neben seine diversen Kletterstreifzügen an den imposantesten Wänden der Welt konsequent durchgezogen hat. Trotzdem entschied er sich nachdem er sein Diplom in den Händen hielt, die naturwissenschaftliche Laufbahn nicht weiterzuverfolgen, sondern das Klettern zu seinem Beruf zu machen. Er ist staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und seit 1995 Profi.

Schon in jungen Jahren zog es ihn in die Berge. Sein Vater - selber begeisterter Kletterer, der in Bergsteigerkreisen durch schnelle und frühe Begehungen von Westalpenrouten wie der Droites Nordwand einen gewissen Bekanntheitsgrad genießt - nahm ihn schon im Alter von 12 Jahre mit auf seinen ersten Viertausender. Danach folgten weitere 30 Viertausenderbesteigungen in den Westalpen. Ab seinem 15. Lebensjahr begannen die beiden Huberbuam die Welt der Berge auf eigene Faust zu erkunden: eine Seilschaft, die bis heute Bestand hat. 

Die Welt des Klettern ist vielfältig und so waren bzw. sind es auch die Träume von Alexander Huber, die er sich im Laufe der Jahre erfüllt hat oder noch erfüllen will. Was er bereits auf der Liste seiner Erfolge verbuchen kann: den elften Grad im Sportklettern, 'Bellavista' als erste Route dieses Grades in einer alpinen Felswand, die Freikletterrouten an den Bigwalls des Yosemite sowie die Erstbeghung der Westwand des LatokII.

Bekannt wurde er maßgeblich durch seine Erfolge im Sportklettern. Die Route 'Om' (XI/9a) und weitere vier Erstbegehungen im elften Schwierigkeitsgrad brachten ihn Mitte der neunziger Jahre an die Spitze der Sportkletterszene. Zudem gelang ihm 1995 an der 1000 Meter hohen Granitmauer des El Capitan im Yosemite Valley die erste Rotpunktbegehung der legendären 'Salathé' (X-/5.13b) – und gilt bis heute mit vier weiteren ersten freien Begehungen am El Capitan als Vorreiter des Freikletterns an Bigwalls.


Doch nicht nur die Kletterei an sich hatte es ihm angetan. Er plante und leitete auch Expeditionen nach Pakistan und Patagonien. Im Karakorum gelang seinem Team die erste Begehung der Westwand des 7108 Meter hohen Latok II. Damit wurde das Bigwallklettern in die Welt der großen Berge übertragen. Auch die erste Rotpunktbegehung der Route „Eternal Flame“ am 6.215 Meter hohen Nameless Tower - („Eternal Flame“ - E.O.F.T. 10/11) fällt in diese Kategorie. (DS/MAM, Quellen: bergleben.de, huberbuam.de,u.a.)

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