David Lama

Informationen

Name: David Lama
Geburtstag: 04.08.1990
Sport: Klettern

"Es geht nicht um die Leistung.
Es geht ums Erlebnis." (David Lama)



David Lama klettert schon so lang er denken kann. Mit fünf Jahren wurde er von Himalajaveteran Peter Habeler beim Klettern beobachtet und „entdeckt“. Er bescheinigte dem Jungen ein „außergewöhnliches Gefühl für den Felsen.“ Seit dem zieht es David immer wieder in die Vertikale. Beim Training in der Kletterhalle lernte er Reini Scherer kennen, der später sein Trainer werden sollte. Noch heute arbeiten die beiden zusammen.

Dass der Klettersport sich nicht auf das Hallenklettern und die Teilnahme an Wettkämpfen beschränkt, wusste David schon in jungen Jahren. Zu Trainingszwecken hangelte es sich natürlich gern an den bunten Plastikgriffen an der Kletterwand entlang und konnte so seine Technik immer mehr verbessern. Aber nichts geht über echten Fels! Und David wollte weder auf das eine noch auf das andere verzichten.

Schnell hatte er sich in der internationalen Kletterszene einen Namen gemacht. Im alpinen Bereich kann er ebenfalls einige Pionierleistungen vorweisen, zum Beispiel mit dem freien Begehen der Sagwand („Desperation of the Northface“) oder die Erstbegehung im Yosemite-Nationalpark und in Chile. Egal, welches Kletterproblem sich ihm in den Weg stellt, David bleibt ruhig und gelassen und nimmt die schwierigsten Passagen selbstbewusst in Angriff.

David gehört zu einer neuen Generation von Bergsteigern, die in den Bergen Wege gehen, die noch niemand gegangen ist. Technisch perfekt und körperlich topfit nehmen sie an „alten“ Wänden neue Herausforderungen in Angriff. 

E.O.F.T.: Hast du einen eigenen Kletterraum?

Ganz am Anfang, wo ich wirklich mit dem Klettern angefangen habe ich eine kleine Kletterwandfür zu Hause bekommenn. Aber irgendwann war sie einfach zu klein und dann ist sowieso das große Kletterzentrum in Innsbruck gebaut worden und seitdem trainiere ich nur noch da weil es einfach die optimalen Bedingungen bietet und es viel mehr Spaß macht in einer Gruppe zu trainieren,als wenn man allein daheim ist.

E.O.F.T.: Ist Bergsteigen eine Stilfrage?

Ich glaub nicht, dass man sich da auf einen besonderen Stil beschränken darf. Es ist gerade das Lässige am Bergsteigen, dass sich jeder in seinen Projekten verwirklichen kann. Man muss da ein bisschen offen sein und darf nicht sagen: "Genau in diesem Stil muss es gemacht werden und alles andere taugt nichts." Jeder Einzelne mag halt einen anderen Stil. Aber ich glaub, man darf das nicht so auf Schwarz und Weiss sehen. Es gibt einfach extrem viele Sachen, die spannend sind - vielleicht nicht für jeden, aber da wird man sich nie drauf einigen können.

E.O.F.T.: Was hat Dir beim Deep Water Soloing in Thailand am Besten gefallen?

Thailand war einfach so ein Trip, der Spaß gemacht hat. Wir sind untertags am Strand gelegen,wenn es warm war, sind ins Wasser rein, sind dann am Abend mit dem Boot rausgefahren und sind da halt klettern gegangen.Bloß von ganz weit oben runter ins Wasser zu fliegen, das mag ich eigentlich nicht so wirklich. Obwohl ich den Tauchschein gemacht habe. Aber das Wasser ist eigentlich nicht so mein Element. Mir ist der Felsen lieber. Wasser hat etwas Unberechenbare. Beim Fels hab ich was in der Hand. 

E.O.F.T.: Wie gehst du damit um, wenn Du etwas riskieren musst, beispielsweise am Cerro Torre?

Im Prinzip hat man überall ein Restrisiko. Auch wenn man über die Straße. Bloß ist dort das Risiko einfach nur kleiner als wie wenn man grad - wie in meinem Fall - auf den Torre rauf will, oder? Einem muss das Risiko halt bewusst sein. Man muss da einfach die Grenzen respektieren.

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