Jon Muir

Informationen

Name: Jon Muir
Sport: Abenteurer

"I think a lot of people spend their life to the searching of meaning of life and thought of big ideas. I'm a simple person. I'm a simple animal and when I'm out on a big journey, I'm not looking for the meaning of life, I think in a sense I'm actually living the meaning of life." (Jon Muir)

 

Jon Muir können die Extreme nicht schocken. Der Australier ist allein durch das Outback gelaufen: von Port Augusta nach Burketown an der Küste von Queensland (Alone Across Australia, E.O.F.T. 04/05) und hat zusammen mit seinem Partner Eric Phillips zu Fuß den Nordpol erreicht (Icetrek North Pole, E.O.F.T. 06/07).

Als Jon 14 war, sah er einen Dokumentarfilm über die Besteigung des Mount Everest im Fernsehen. Von da an wollte er Bergsteiger werden. Seine Eltern hielten es für eine verrückte Idee - keinen Beruf, von dem man leben konnte. Aber Jon zog sein Ding durch. Zwei Jahre später verließ er die Schule und fuhr zum Bergsteigen nach Neuseeland, Europa und Asien. Sein Heimatland Australien erschien ihm dagegen langweilig und flach. Es gab keine hohen Berge, keine Gletscher - nichts, das ihn als Abenteuer gereizt hätte.

1988 stand er auf dem Gipfel des Mount Everest und hatte die nächste Expedition, einen Solotrip zum Südpol, schon auf dem Plan. Doch dann sah er vom höchsten Berg der Welt auf die tibetische Hochebene hinab und dachte sich: "Das sieht doch aus wie Mittelaustralien!" Jon war nie im mittelaustralischen Tiefland gewesen, aber er hatte es vom Flugzeug ausgesehen. Plötzlich bemerkte er, dass Australien in Sachen Abenteuer doch einiges zu bieten hatte. Die nächsten 15 Jahre lang arbeitete er auf das Ziel hin, der Erste zu sein, der den Kontinent zu Fuß und ohne Untersützung durchquerte. Rückblickend betrachtet war es die schwierigste Expedition in seinem Leben.  

Heute lebt Jon Muir als Biobauer auf einer Farm in Australien und füttert seine Hühner - seine Lebensweise hat sich geändert, aber seine Lebenseinstellung nicht: 

Jon Mui: über das normale Leben

Eigentlich ist mein Leben doch ganz normal. Wenn ich mir die Leute ansehe, die in den großen Städten wohnen, denke ich, dass sie kein normales Leben führen. Auf einem Bauernhof zu leben und Tiere zu versorgen ist für mich ganz normal - aber für einen Großstädter ist selbst das schon ein bisschen ungewöhnlich.

Über das Risiko

Das Risiko ist ein Teil unseres Lebens und ich glaube, wenn wir uns zu sehr absichern, sind wir auch nicht wirklich lebendig. Und für die längste Zeit in der Menschheitsgeschichte - Jahrhunderte und Jahrtausende lang – haben wir ein Leben voller Risiko, Herausforderungen und Abenteuer gelebt. Heute, in unserer modernen Welt gibt es das nicht mehr. Es gibt viele soziale Probleme und Leute, die überhaupt nicht glücklich und gesund sind. Ich glaube, das hängt auch damit zusammen, dass das Risiko aus ihrem Leben verschwunden ist.

Wie man zum Abenteurer wird

Ich glaube, dass jemand zum Abenteurer wird, wenn er nur ein bisschen über den Tellerrand hinausblickt, der uns im Allgemeinen präsentiert wird. Das ganze Schulsystem ist ja darauf ausgerichtet uns in irgendwelche Schubladen zu stecken. Wenn du gut in der Schule bist, gehst du später auf die Universität und wirst Docktor oder Rechtsanwalt. Aber es gibt eben auch Leute, die diesem System den Rücken kehren und sagen: “Das interessiert mich nicht. Da gehe ich lieber meinen eigenen Weg.” Und diesen Weg, wie immer er auch aussehen wird, geht man dann aus Leidenschaft.

Über die Vorteile einer Reise und das Vertrauen in sich selbst

Die Vorteile einer großen Reise sind schwer zu definieren. Sie berühren Dich einfach und man kann es nicht in Worte fassen, was man eigentlich davon mitnimmt. Aber was wäre, wenn ich diese Reise nicht gemacht hätte? Viele Leute haben einen Traum, schrecken aber im letzen Moment davor zurück ihn in die Tat umzusetzen. Ihnen fehlt das Vertrauen, diesen Sprung ins Unbekannte einfach zu wagen.


Jon Muirs Website: http://jonmuir.wikispaces.com

 

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