Lynn Hill
Informationen
| Name: | Lynn Hill |
|---|---|
| Geburtstag: | 03.01.1961 |
| Sport: | Klettern |
Von 1986 bis 1992 war Lynn Hill eine der weltbesten Sportkletterinnen: sie gewann über 30 internationale Titel. Lynn war schon immer sportlich unterwegs: Mit 6 Jahren hat sie Schwimmwettkämpfe gewonnen und mit 9 Jahren war sie Kunstturnerin. Als sie mit 14 Jahren mit ihrer Schwester und deren Verlobten im Kletterurlaub war, hat sie das Klettern entdeckt. Im Yosemity-Nationalpark hat sie als erster Mensch die Route NOSE am El Captain im Yosemity Nationalpark freigeklettert.
In dem Film "A Female Tale" hat sie ihre Erfahrungen im Rissklettern an Anna Stöhr und Juliane Wurm weitergegeben. Viel Spaß mit dem Interview.
Warum kletterst Du? Was reizt Dich so daran und welche Gefühle sind dabei entscheidend?
Ich fühle mich einfach gut, wenn ich klettere. Ich liebe es, wie sich mein Körper dabei bewegt, und ich liebe es, die Anstrengung zu spüren, mich völlig ins Klettern hinein zu versenken. Ich genieße die Schönheit der Natur und das Gefühl der Gemeinschaft. Das alles ist zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden, zu meiner Lebenseinstellung. Wenn ich auf das Klettern verzichten müsste, dann würde ich versuchen, irgendetwas zu finden, bei dem ich mich ähnlich gefordert fühle, das genauso vielseitig ist wie das Klettern. Wenn ich nicht klettere, fühle ich mich irgendwie, nun ja, nicht niedergeschlagen, aber nicht ganz glücklich. Das Klettern gibt mir eine Art innerer Balance.
Vielen Dank!
In dem Film "A Female Tale" hat sie ihre Erfahrungen im Rissklettern an Anna Stöhr und Juliane Wurm weitergegeben. Viel Spaß mit dem Interview.
Warum kletterst Du? Was reizt Dich so daran und welche Gefühle sind dabei entscheidend?
Ich fühle mich einfach gut, wenn ich klettere. Ich liebe es, wie sich mein Körper dabei bewegt, und ich liebe es, die Anstrengung zu spüren, mich völlig ins Klettern hinein zu versenken. Ich genieße die Schönheit der Natur und das Gefühl der Gemeinschaft. Das alles ist zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden, zu meiner Lebenseinstellung. Wenn ich auf das Klettern verzichten müsste, dann würde ich versuchen, irgendetwas zu finden, bei dem ich mich ähnlich gefordert fühle, das genauso vielseitig ist wie das Klettern. Wenn ich nicht klettere, fühle ich mich irgendwie, nun ja, nicht niedergeschlagen, aber nicht ganz glücklich. Das Klettern gibt mir eine Art innerer Balance.
Lynn, nachdem du damals die legendäre „Nose“ im Yosemite National Park durchstiegen hattest, dauerte es zehn Jahre, bis einem Mann diese Route im gleichen Kletterstil meisterte. Was muss man als Kletterin mitbringen, um eine Route wie diese zu schaffen?
Testosteron – das ist der große Vorteil, den Männer haben. Deshalb nehmen viele ja auch Testosteron zur Leistungssteigerung – das macht enorm viel aus. Außerdem sind Männer größer und können daher weiter greifen. Eine Frau könnte also nur dann besser sein als ein Mann, wenn das Klettern dem weiblichen Wesen und Körper besser entsprechen würde. Außerdem fehlt es den meisten Frauen am Mut, sich so große, schwierige Ziele zu setzen. Bei längeren Routen gibt es dagegen mehr Variable, die entscheidend sind, und deshalb hat man da als Frau bessere Chancen. Der El Capitan ist zum Beispiel für jeden Kletterer eine Herausforderung, egal wie groß er ist, und ganz gleich ob Mann oder Frau.Wo siehst Du die Zukunft des Kletterns und des Boulderns?
Als ich mit dem Klettern angefangen habe, haben wir das Bouldern ausprobiert, das Free Climbing, das Rissklettern, das Bigwall-Klettern, einfach alles. Das Ganze war bei weitem noch nicht so spezialisiert. Inzwischen ist das Niveau in jedem einzelnen dieser Bereiche aber extrem hoch, und ich glaube, es wird alles immer anspruchsvoller, sodass man sich auf einen oder zwei davon festlegen muss – Sportklettern und Bouldern scheint sich zum Beispiel ganz gut zu ergänzen, auch wenn man zum Bouldern mehr Kraft braucht als zum Free Climbing. Aber das Trad Climbing, das beherrschen viele aus der heutigen Generation von Kletterern gar nicht mehr. Es dauert halt alles wesentlich länger. Und es kann ganz schön beängstigend sein.Vielen Dank!









