Nicolas Falquet
Informationen
| Name: | Nicolas Falquet |
|---|---|
| Geburtstag: | 01.01.1978 |
| Sport: | Ski |
"Bevor ich einen Heli bezahle, leiste ich mir lieber ein paar Rollen Film mehr!" (Nicolas Falquet)
Nicolas & Loris Falquet („Huck & Chuck“) drehen seit 10 Jahren Skifilme. Ihr letztes Werk „Nomads“ war zuerst im Internet zu sehen und schafft nun in der E.O.F.T. den Sprung auf die große Leinwand. Wir haben uns mit Nicolas über den Film unterhalten.
Ihr seid schon eine ganze Weile im Skifilm-Business. Was hat sich Laufe der Jahre geändert?
Die Ski sehen heute zwar anders aus, aber der Sport selbst nicht hat sich nicht viel verändert. Die Jungs machen noch immer die gleichen Sprünge, vielleicht mit einem neuem Griff hier und da. Die eigentliche Evolution hat im Internet stattgefunden. Da kann man sich einfach alles und jeden anschauen. Das hat der Qualität der Filme sehr geschadet. Schwer zu sagen, ob die wirklich professionell oder gut gemacht worden sind. Aber die Sponsoren sind damit zufrieden. Es ist schwieriger geworden ein richtig gutes und professionelles Projekt zu finanzieren. Wir drehen ja immer noch auf 16mm-Film. Natürlich kann man auch mit wenig Geld gute, witzige und verrückte Sachen drehen, aber zu 99 Prozent kommt totaler Mist dabei heraus.
In einer Filmszene sieht man, wie Ihr mit einer Handgranate eine Lawine sprengt. Habt Ihr immer Handgranaten dabei, wenn Ihr auf eine Skitour geht?
Die Sache mit der Handgranate ist natürlich ein Fake. Wir waren auf der Suche nach einer verrückten und lustigen Szene für den Film und hatten gerade vorher einen Helikopter abgedreht, der Bomben über dem Skigebiet abwirft. Dann kam uns die Idee mit der Handgranate. Wir haben dann die Explosion einer echten Bombe mit dem Wurf unserer Plastik-Granate zusammengeschnitten. Ich fand, dass das Timing nicht ganz perfekt war, aber die meisten haben es nicht gemerkt! Sie dachten, ich hätte die Granate bei Ebay gekauft. Als ob man sich einfach so ein Ding besorgen und dann einfach irgendwo hin werfen könnte. In diesem Moment wurde mir bewusst, welche Macht man hat, wenn man etwas übers Internet oder TV verbreitet. Alles, was dort läuft, wird als wahr erachtet.
Was haltet Ihr vom Heliskiing?
Wir haben in der ganzen Produktionsphase nur einmal einen Helikopter benutzt. Ansonsten sind wir die ganzen Berge zu Fuß hoch gelaufen. Das bietet sich in den Alpen ja auch an. Hier liegt alles so dicht beieinander und die Aufstiege sind ziemlich leicht. Wenn’s extrem steil wird muss man halt aufpassen. Aber tendenziell ist schon so, dass heute wieder vermehrt Skitouren gegangen werden. Außerdem – da muss man ganz ehrlich sein – ist Heliskiing auch wahnsinnig teuer. Und bevor ich einen Heli bezahle, leiste ich mir lieber ein paar Rollen Film mehr.
Mit wem habt Ihr zusammengearbeitet?
Es waren wieder die gleichen Leute dabei, mit denen wir schon seit 13 Jahren zusammenarbeiten. Guido Perrini und Miriam Hadik, die eigentlich Fotografin ist und vor einigen Jahren mit dem Filmen angefangen hat. Vieles haben Loris und ich auch selbst gedreht. Das Budget für das ganze Projekt war sehr niedrig. Es war eine echte Herausforderung, unser Qualitätsniveau aufrechtzuerhalten.







