Thomas Huber

Informationen

Name: Thomas Huber
Geburtstag: 18.11.1966
Sport: Klettern

Thomas Huber, der Ältere der beiden Huberbuam, ist ein schnell zu begeisternder Träumer, idealistisch, etwas chaotisch - aber nicht phlegmatisch - und erscheint doch etwas lockerer als sein Bruder Alexander. Der staatlich geprüfte Bergführer ist seit 1996 Profikletterer bzw. – Bersteiger lebt mit seiner Frau Marion und den Söhnen Elias und Amadeus und seiner Tochter Philomea in Berchtesgaden.

Obwohl Thomas zu Beginn relativ wenig Interesse für die Berge zeigte und lieber zum Fischen ging, wurde er  - nicht zuletzt durch seinen Vater, der in Bergsteigerkreisen durch frühe und schnelle Begehungen von Westalpenrouten selbst einen gewissen Bekanntheitsgrad genießt, zum leidenschaftlichen Bergsteiger und Kletterer. Zusammen mit seinem Bruder Alexander und seinem Vater bestieg er 30 Viertausender in den Westalpen. Später erkundeten die beiden Huberbuam die Alpen auf eigene Faust. Ob Wiederholungen und Erstbegehungen im gesamten Alpenraum, Sportklettern oder Eisklettern - das Repertoire von Thomas ist groß und seine Leidenschaft für die Berge nahezu uneingeschränkt. 


Thomas blickt auf eine eindrucksvolle Bilanz von Erstbegehungen zurück. Unter anderem: die erste Rotpunktbegehung der "End of silence" im Jahr (1994) und die freie Begehung der "Salathé" (5.13b/8a+) im Yosemite (1996). Ein Jahr später entdeckte er das Höhenbergsteigen für sich und durchsteigt zusammen mit Alexander, Toni Gutsch und Conrad Anker erstmalig die Westwand des Latok II (7108 Meter). 1998 gelingen Thomas die Begehungen von "El Nino" (5.13/8a+) am El capitan und die Rotpunktbegehung "Freerider" (5.12d/7c). Nach 15 Stunden und 25 Minuten ist es die erste freie Begehung einer El Capitan-Route an einem Tag.

Im Jahr 2000 gelang es ihm eine der spektakulärsten Linien im Himalaya, den 1000 Meter hohe direkte Nordpfeiler des Shivling (6543 Meter), zu durchsteigen. Im selben Jahr schaffte er die Erstbegehung der neuen Freikletterroute "Golden Gate" (5.13b) am El Capitan. 2001 folgten erneut zwei außergewöhnliche Trips: Am 01. Juli die Erstbesteigung des Ogre III (6800 Meter), drei Wochen später die zweite Besteigung des Ogre (7285 Meter) am 21. Juli.

Im Jahr 2003 erschütterten die "Huberbuam" die Kletterelite mit der schnellsten Durchsteigung einer Big Wall überhaupt: In 2:31,20 Stunden "rannten" sie den Klassiker "Zodiac" hinauf, 80 Prozent wurden dabei frei geklettert, der Rest künstlich (A3). Sie wenden die "Short-Fixed-Technik" an, die allerdings nur den absoluten Profis vorbehalten ist. 

Auch wenn Thomas selbst nicht "aktiv" in den Bergen unterwegs ist, begleiten sie ihn dennoch. Seine Leidenschaft gehört neben dem Besteigen der Berge auch dem Hinabkommen - in der Form des B.A.S.E.-Jumpen! Thomas Huber engagiert sich auch im sozialen Bereich: Mit seinem Bruder Alexander unterstützt er den Verein "Himalaya-Karakorum-Hilfe e.V." und ist dort Ehrenmitglied. Privat lebt er gemeinsam mit seiner Frau Marion, den Söhnen Elias und Amadeus sowie der jüngsten Tochter Philomea in Berchtesgaden. (DS/MAM, Quellen: bergleben.de, huberbuam.de,u.a.)

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